Risssanierung am Flachdach mit Flüssigkunststoff – Schritt-für-Schritt Anleitung
Eine fachgerechte Risssanierung am Flachdach ist entscheidend, um Folgeschäden durch eindringende Feuchtigkeit dauerhaft zu vermeiden. Besonders bei bestehenden Abdichtungen kann Flüssigkunststoff in Kombination mit Armierungsvlies eine wirtschaftliche und zuverlässige Lösung darstellen.
Für Detailbereiche und Risse empfehlen wir das Polyester-Vlies 110 g/m² in 0,15 × 50 m Rollenbreite.
Ausgangssituation
Bei diesem Objekt handelt es sich um eine begehbare Dachfläche, die gleichzeitig als Dach des darunterliegenden Gebäudes dient.
Die vorhandene Abdichtung bestand aus einer älteren Bitumenabdichtung, die im Laufe der Zeit ihre Dichtheit verlor.
Insbesondere an Anschlüssen und Übergängen kam es zu Undichtigkeiten, durch die Feuchtigkeit in den Dachaufbau eindrang. Erste Schäden im Innenbereich machten eine Sanierung erforderlich.
Für die Sanierung standen zwei konkrete Möglichkeiten zur Auswahl:
Variante 1:
Vollständiger Rückbau der bestehenden Bitumenabdichtung und Neuaufbau des Dachsystems.
Diese Lösung hätte einen hohen Zeit- und Kostenaufwand sowie eine längere Nutzungseinschränkung der Dachfläche bedeutet.
Variante 2 (gewählt):
Sanierung ohne Entfernen der bestehenden Bitumenabdichtung.
Die Abdichtung wurde direkt auf dem vorhandenen Untergrund ausgeführt, mithilfe einer Flüssigabdichtung, die mit SA Baustoffe Polyester-Vlies 110 g/m² als armierender Lage verstärkt wurde.
Durch diese Vorgehensweise konnte die Dachfläche dauerhaft abgedichtet werden, ohne den bestehenden Aufbau vollständig zu entfernen.
Warum Polyester-Geotextil 110 g/m² als Armierung eingesetzt wurde
Aufgrund der vorhandenen Risse, Übergänge und Anschlüsse war eine reine Flüssigabdichtung nicht ausreichend.
Die Dachfläche benötigte eine zusätzliche Armierung, um Bewegungen des Untergrunds dauerhaft aufzunehmen und neue Spannungsrisse zu vermeiden.
Da es sich bei diesem Objekt um eine nicht dauerhaft genutzte Dachfläche handelt, war der Einsatz eines Geotextils mit erhöhten mechanischen Belastungswerten technisch nicht erforderlich.
Stattdessen wurde gezielt ein Polyester-Geotextil (Armierungsvlies) mit 110 g/m² eingesetzt, das die notwendigen Anforderungen an eine Armierung innerhalb der Flüssigabdichtung für diesen Anwendungsfall vollständig erfüllt.
Durch die Wahl dieses Materials konnte auf eine höher dimensionierte, kostenintensivere Armierung verzichtet werden.
Dies ermöglichte eine spürbare Kostenersparnis für den Auftraggeber, ohne die Qualität, Funktion oder Lebensdauer der Abdichtung zu beeinträchtigen.
Das Vlies dient als Armierungseinlage innerhalb der Abdichtung und sorgt für eine gleichmäßige Kraftverteilung über die gesamte Fläche.
Das eingesetzte Material erfüllt die relevanten DIN-Anforderungen für Abdichtungssysteme und ist für Dach- und Terrassenflächen konzipiert, bei denen der bestehende Aufbau erhalten bleiben soll.
Hinweis zur Rollenbreite:
Die passende Rollenbreite richtet sich nach dem Einsatzbereich und den Details vor Ort – z. B. Flächen, Anschlüsse oder Durchdringungen.
Flachdach sanieren ohne Abriss mit Flüssigkunststoff
Eine Flachdachsanierung ohne Abriss ist in vielen Fällen möglich. Besonders bei älteren Bitumenabdichtungen können Risse und Übergänge mit Flüssigkunststoff und einem Armierungsvlies dauerhaft saniert werden.
Diese Methode spart Zeit, Kosten und vermeidet aufwendige Abbrucharbeiten.
Für diese Anwendung eignet sich besonders ein Polyestervlies als Armierung in der Flüssigabdichtung. Eine Übersicht der verfügbaren Breiten finden Sie hier.
Schritt-für-Schritt Umsetzung
Schritt 1: Gezielte Armierung kritischer Anschlussbereiche
Nach gründlicher Reinigung der Dachfläche von Schmutz, stehenden Wasserresten und haftungsmindernden Rückständen begann die gezielte Armierung der besonders beanspruchten Bereiche.
Übergänge, Anschlüsse und Durchdringungen stellen bei Flachdächern die häufigsten Ursachen für Wassereintritt dar. Um Bewegungen des Untergrunds sicher aufzunehmen und Spannungsrisse dauerhaft zu vermeiden, wurden diese Zonen gezielt verstärkt.
Für die gezielte Verstärkung von Rissen und Übergängen hat sich ein Polyestervlies 110 g/m² 0,15 x 50 m besonders bewährt, da die 15 cm Rollenbreite eine präzise Verarbeitung in Detailbereichen ermöglicht.
Neben klassischen Rissen treten häufig auch punktuelle Undichtigkeiten an Anschlüssen und Durchdringungen auf. Eine detaillierte Anleitung dazu finden Sie in unserem Beitrag zu punktuellen Undichtigkeiten am Flachdach.
Schritt 2: Flächige Abdichtung der gesamten Dachfläche
Nach der Armierung aller kritischen Detailbereiche wurde die Flüssigabdichtung vollflächig in zwei Arbeitsgängen auf die gesamte Dachfläche aufgetragen.
Die zweilagige Ausführung sorgt für eine nahtlose, homogene Abdichtung und gewährleistet einen dauerhaften Schutz der Dachfläche vor eindringender Feuchtigkeit.
Für größere Flächen sind auch breitere Rollen (z. B. 0,35 m oder 0,50 m) erhältlich.
Das Ergebnis: Dauerhaft abgedichtetes Flachdach ohne Abriss
Nahtlos & dauerhaft wasserdicht
Die zweilagige Flüssigabdichtung bildet eine geschlossene, fugenlose Oberfläche. So bleibt die Dachfläche zuverlässig vor eindringender Feuchtigkeit geschützt – auch bei stehender Nässe.
Anschlüsse sicher verstärkt
Randanschlüsse, Dachablauf und Durchdringungen wurden zusätzlich armiert. Dadurch werden typische Schwachstellen im Detailbereich dauerhaft stabilisiert und das Risiko von Undichtigkeiten deutlich reduziert.
Sanierung ohne Entfernen der alten Bitumenabdichtung
Der bestehende Aufbau konnte erhalten bleiben. Kein aufwendiger Abriss, weniger Schmutz und deutlich geringerer Zeit- und Kostenaufwand – bei gleicher Schutzfunktion.
Wenn Feuchtigkeit durch das Flachdach eindringt
Typische Warnsignale
Feuchte Stellen an Decke oder Wand, Wasserflecken, abblätternde Farbe oder muffiger Geruch: Bei Flachdächern sind das häufig erste Hinweise auf Undichtigkeiten im Detailbereich.
Schwachstellen sind meist Details
Übergänge, Anschlüsse und Durchdringungen zählen zu den häufigsten Eintrittsstellen für Wasser. Genau dort entstehen durch Alterung, Bewegung oder Risse die ersten Probleme.
Lösung: Sanieren statt Abriss
Wenn der Untergrund tragfähig ist, lässt sich ein Flachdach oft ohne kompletten Rückbau sanieren: kritische Bereiche armieren und anschließend die Dachfläche zweilagig flüssig abdichten.
Die passende Lösung für diese Anwendung
Für die Sanierung dieses nicht genutzten Flachdachs wurde gezielt Polyester-Geotextil 110 g/m² eingesetzt.
Es dient als Armierungseinlage innerhalb der Flüssigabdichtung und nimmt Bewegungen des Untergrunds zuverlässig auf.
Da keine erhöhten mechanischen Belastungen zu erwarten waren, war eine stärker dimensionierte Armierung technisch nicht erforderlich.
So konnte eine dauerhafte, sichere und wirtschaftliche Abdichtung realisiert werden – ohne Abriss der bestehenden Bitumenabdichtung und mit reduziertem Zeit- und Kostenaufwand.
