Punktuelle Undichtigkeiten am Flachdach – kritische Details gezielt abdichten

Punktuelle Undichtigkeiten am Flachdach treten besonders häufig an Anschlüssen und Detailbereichen auf – zum Beispiel an Innen- und Außenecken, Attiken, Durchdringungen, Dachentlüftern oder Entwässerungspunkten.

In diesem Überblick zeigen wir typische kritische Bereiche und praxisnahe Möglichkeiten, diese mit Flüssigabdichtung und Polyestervlies als Armierung gezielt instand zu setzen.

Je nach Schadensbild können einzelne Detailbereiche lokal saniert werden, ohne den gesamten Dachaufbau zurückzubauen. Voraussetzung ist, dass der vorhandene Untergrund tragfähig und für das verwendete Abdichtungssystem geeignet ist.

Für die Armierung stehen Polyestervliese mit 110 g/m² und 120 g/m² sowie verschiedene Rollenbreiten zur Verfügung. Dadurch lässt sich das Vlies an den jeweiligen Detailbereich und die erforderliche Armierungsbreite anpassen.

  • 15 cm – für Risse, Innen- und Außenecken sowie kleinere Anschlüsse
  • 25 cm – für größere Anschlüsse, Attiken und Übergänge
  • 35 cm – für Dachabläufe, Lüfter, Aeratoren und Durchdringungen
  • 50 cm – für größere Reparaturbereiche und teilflächige Armierungen

Für größere zusammenhängende Flächen ist Polyestervlies zusätzlich als Meterware erhältlich.

Typische kritische Detailpunkte am Flachdach

Im Folgenden zeigen wir typische Bereiche, an denen Undichtigkeiten entstehen können, und wie diese gezielt in eine Flüssigabdichtung eingebunden werden.

Welches Polyestervlies eignet sich für die Detailabdichtung?

Je nach Detailbereich, mechanischer Beanspruchung und verwendetem Abdichtungssystem können unterschiedliche Vliesvarianten eingesetzt werden.

Vielseitige Armierung für Risse, Ecken, Anschlüsse und klassische Detailabdichtungen.

Verstärkte Ausführung für stärker beanspruchte Detailbereiche und genutzte Dachflächen.

Innenwinkel (Innenecke)

Warum Innenwinkel besonders schadensanfällig sind

Innenwinkel gehören zu den besonders kritischen Detailbereichen einer Flachdachabdichtung. Hier treffen horizontale und vertikale Flächen aufeinander, wodurch im Eckbereich zusätzliche Spannungen entstehen können.

Typische Belastungen sind:

  • Bewegungen des Untergrunds
  • temperaturbedingte Spannungen
  • Feuchtigkeit und Schmutzablagerungen im Anschlussbereich

Besonders bei älteren Abdichtungen können an Innenwinkeln feine Risse, Ablösungen oder andere Schwachstellen entstehen, über die Feuchtigkeit eindringen kann.

Grundprinzip der Instandsetzung

Ziel der Instandsetzung ist es, den Innenwinkel gezielt und spannungsarm zu armieren und anschließend vollständig in die neue Flüssigabdichtung einzubinden.

Der bestehende Dachaufbau muss dabei nicht zwangsläufig vollständig entfernt werden, sofern der vorhandene Untergrund fest haftet, tragfähig und für das verwendete Abdichtungssystem geeignet ist.

Vorbereitung des Untergrunds

Vor der Armierung wird der Innenwinkel sorgfältig vorbereitet:

  • Schmutz und lose Bestandteile entfernen
  • haftungsmindernde Rückstände beseitigen
  • Untergrund vollständig trocknen lassen
  • vorhandene Abdichtung nur belassen, wenn sie fest haftet und tragfähig ist
  • geeignete Grundierung gemäß den Vorgaben des verwendeten Abdichtungssystems auftragen

Zuschnitt des Polyestervlieses für den Innenwinkel

Für die zusätzliche Armierung wird das Polyestervlies so zugeschnitten, dass es sich möglichst falten- und spannungsfrei an die Boden- und Wandflächen anpassen lässt.

In diesem Beispiel wird ein runder Zuschnitt mit einem Durchmesser von etwa 10 cm vorbereitet. Die genaue Größe kann je nach Geometrie des Innenwinkels variieren.

Vom Rand bis zur Mitte des Vliesstücks wird ein einzelner Schnitt gesetzt (Foto 1). Dadurch lässt sich das Polyestervlies besser an die dreidimensionale Eckgeometrie anpassen.

Vorgehensweise – zusätzliche Armierung des Innenwinkels

  1. Auf die gereinigte und grundierte Fläche wird im Bereich der Innenecke die erste Flüssigabdichtung aufgetragen.
  2. Das vorbereitete Polyestervlies wird in die noch frische Flüssigabdichtung eingelegt (Foto 2).
  3. Das Vlies wird sorgfältig an Boden- und Wandflächen angepasst und vollständig in die Abdichtung eingebettet. Dabei sollten Falten, Luftblasen und trockene Stellen vermieden werden.
  4. Das Polyestervlies muss vollständig mit Abdichtungsmaterial benetzt sein.
  5. Nach dem für das verwendete Abdichtungssystem vorgesehenen Überarbeitungsintervall wird die weitere Flüssigabdichtung aufgetragen (Foto 3).

👉 Der gezeigte Zuschnitt ermöglicht die Anpassung des Polyestervlieses an den Innenwinkel mit nur einem gezielten Einschnitt.

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Materialempfehlung

Für die Armierung von Innenwinkeln können je nach Beanspruchung unterschiedliche Polyestervliese eingesetzt werden:

Polyestervlies 110 g/m² ansehen
Für klassische Detailabdichtungen, Innen- und Außenecken sowie Anschlussbereiche.

Polyestervlies 120 g/m² ansehen
Verstärkte Ausführung für stärker beanspruchte Detailbereiche und genutzte Dachflächen.

Geeignete Rollenbreiten für Innenwinkel

Für Innenwinkel sind vor allem schmalere Rollenbreiten praktisch:

  • 15 cm – für kleinere Innenwinkel und präzise Detailarmierungen
  • 25 cm – für größere Eck- und Anschlussbereiche
  • 35 cm – wenn eine breitere Armierungszone benötigt wird

Die 50-cm-Rolle ist in erster Linie für größere Flächen vorgesehen und für kleine Innenwinkel meist nicht erforderlich.

Für individuell zugeschnittene größere Armierungsstücke steht zusätzlich Polyestervlies als Meterware zur Verfügung.

Vorteil dieser Ausführung

✓ gezielte Armierung des kritischen Eckbereichs
✓ Anpassung an die Eckgeometrie mit nur einem Zuschnitt
✓ falten- und spannungsarme Verarbeitung möglich
✓ vollständige Einbettung in die Flüssigabdichtung
✓ lokale Instandsetzung ohne vollständigen Rückbau des Dachaufbaus

Ergebnis

  • Der Innenwinkel wird separat armiert und anschließend vollständig in das Abdichtungssystem eingebunden.

    Das eingebettete Polyestervlies unterstützt dabei die Armierung, Spannungsverteilung und Rissüberbrückung im kritischen Eckbereich.

    ➡️ Anschließend können weitere Detailbereiche wie  Außenecken, Dachentlüfter oder Wassereinläufe separat bearbeitet werden.

Außenecke

Außenecke am Flachdach gezielt armieren

Außenecken gehören zu den besonders beanspruchten Detailbereichen einer Flachdachabdichtung. An der Ecke treffen unterschiedliche Flächen und Bewegungsrichtungen aufeinander, wodurch zusätzliche Spannungen im Abdichtungssystem entstehen können.

Typische Belastungen sind:

  • temperaturbedingte Bewegungen
  • Spannungen zwischen horizontalen und vertikalen Flächen
  • mechanische Beanspruchung des Anschlussbereichs

Damit die Außenecke sicher in die Flüssigabdichtung eingebunden werden kann, wird sie zusätzlich mit Polyestervlies als Armierung verstärkt.

Prinzip der Armierung

Ein einzelnes Vliesstück lässt sich nur schwer faltenfrei über eine Außenecke führen.

In der hier gezeigten Ausführung werden deshalb zwei separat zugeschnittene Polyestervlies-Streifen verwendet.

Die erforderlichen Einschnitte liegen seitlich neben dem eigentlichen Eckpunkt. Beide Vliesstreifen überlappen sich anschließend im Bereich der Außenecke.

Dadurch entsteht direkt an der Ecke eine zusätzliche Armierung ohne Schnitt durch den eigentlichen Eckpunkt.

Vorgehensweise Schritt für Schritt

1. Untergrund vorbereiten

  • Untergrund gründlich reinigen
  • lose Bestandteile und haftungsmindernde Rückstände entfernen
  • Fläche trocken und tragfähig vorbereiten
  • geeignete Grundierung gemäß dem verwendeten Abdichtungssystem auftragen
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2. Ersten Polyestervlies-Streifen zuschneiden und einbetten

Ein Streifen Polyestervlies wird passend zur Außenecke zugeschnitten.

An der Seite, die über den Übergang zwischen vertikaler und horizontaler Fläche geführt wird, erfolgt in diesem Beispiel ein seitlicher Einschnitt von etwa 10 cm.

Die genaue Länge des Einschnitts richtet sich nach der Geometrie des jeweiligen Details.

Anschließend wird:

  1. die erste Flüssigabdichtung auf die vorbereitete Fläche aufgetragen,
  2. der erste Vliesstreifen in die noch frische Abdichtung eingelegt,
  3. das Vlies über die Außenecke geführt und an die horizontalen und vertikalen Flächen angepasst,
  4. der Streifen vollständig und möglichst falten- sowie blasenfrei eingebettet.
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3. Zweiten Polyestervlies-Streifen spiegelbildlich einarbeiten

Von der gegenüberliegenden Seite wird ein zweiter Polyestervlies-Streifen vorbereitet.

Auch dieser erhält einen seitlichen Einschnitt, damit er an die Geometrie der Außenecke angepasst werden kann.

Der zweite Streifen wird so in die frische Flüssigabdichtung eingebettet, dass:

  • der vertikale Bereich den ersten Vliesstreifen überlappt,
  • auch auf der horizontalen Fläche eine ausreichende Überdeckung entsteht,
  • der eigentliche Eckpunkt vollständig von beiden Armierungsstücken erfasst wird.
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4. Außenecke vollständig in die Abdichtung einbinden

Durch die Überlagerung der beiden Polyestervlies-Streifen entsteht direkt im Bereich der Außenecke eine zusätzliche Vlieslage.

Der eigentliche Eckpunkt bleibt dabei ohne direkten Einschnitt.

Nach dem für das verwendete Abdichtungssystem vorgesehenen Überarbeitungsintervall wird die weitere Flüssigabdichtung aufgetragen und das Polyestervlies vollständig überarbeitet.

👉 Die gezeigte Ausführung ermöglicht eine gezielte zusätzliche Armierung der Außenecke, während die erforderlichen Einschnitte seitlich außerhalb des eigentlichen Eckpunkts liegen.

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Vorteil dieser Ausführung

✔ keine Schnitte im kritischen Eckbereich
✔ doppelte Armierung genau an der Außenecke
✔ faltenfreie, spannungsarme Verlegung
✔ dauerhaft sichere Grundlage für Flüssigabdichtungen

Materialempfehlung

Für Außenecken können je nach Beanspruchung unterschiedliche Polyestervliese eingesetzt werden:

Geeignete Rollenbreiten für Außenecken

Für Außenecken sind vor allem schmalere und mittlere Rollenbreiten praktisch:

  • 15 cm – für kleinere Außenecken und präzise Detailarmierungen
  • 25 cm – für größere Eck- und Anschlussbereiche
  • 35 cm – wenn eine breitere Armierungszone erforderlich ist

Die 50-cm-Rolle ist hauptsächlich für größere Flächen vorgesehen und für einzelne Außenecken meist nicht erforderlich.

Für größere individuell zugeschnittene Armierungsstücke steht zusätzlich Polyestervlies als Meterware zur Verfügung.

Vorteile dieser Ausführung

✓ keine direkte Schnittlinie durch den eigentlichen Eckpunkt
✓ zusätzliche Armierung durch überlappende Vlieslagen
✓ Anpassung an horizontale und vertikale Flächen
✓ falten- und spannungsarme Verarbeitung möglich
✓ vollständige Einbindung der Außenecke in die Flüssigabdichtung

Ergebnis

Die Außenecke wird gezielt verstärkt und anschließend vollständig in das Abdichtungssystem eingebunden.

Das eingebettete Polyestervlies unterstützt dabei die Armierung, Spannungsverteilung und Rissüberbrückung im kritischen Eckbereich.

➡️ Anschließend können weitere Detailbereiche wie Dachentlüfter, Dachabläufe oder Attikaanschlüsse separat bearbeitet werden.

Dachentlüfter / Aerator

Warum Dachentlüfter kritische Detailbereiche sind

Dachentlüfter und andere Dachdurchdringungen gehören zu den besonders beanspruchten Detailbereichen einer Flachdachabdichtung.

Am Übergang zwischen der vertikalen Rohrfläche und der horizontalen Dachfläche können durch Temperaturwechsel, Materialbewegungen und mechanische Spannungen zusätzliche Belastungen entstehen.

Eine gezielte Armierung mit Polyestervlies hilft dabei, diesen Übergangsbereich sicher in die Flüssigabdichtung einzubinden und Spannungen innerhalb des Abdichtungssystems zu verteilen.

Vorgehensweise Schritt für Schritt

1. Erstes Armierungselement vorbereiten

Für die erste Armierung wird ein quadratisches Stück Polyestervlies zugeschnitten.

Die Größe richtet sich nach dem Durchmesser des Dachentlüfters und der erforderlichen Armierungszone.

In der hier gezeigten Ausführung werden von einer Seite des Vliesstücks 6–8 Einschnitte bis etwa zur halben Länge ausgeführt.

Die Einschnitte ermöglichen die Anpassung des Vlieses an die dreidimensionale Geometrie:

  • der ungeschnittene Bereich wird an die vertikale Rohrfläche angelegt,
  • die einzelnen Laschen verteilen sich auf der horizontalen Dachfläche,
  • das Vlies lässt sich dadurch möglichst falten- und spannungsarm einbetten.

Die genaue Anzahl und Länge der Einschnitte richtet sich nach Rohrdurchmesser und Detailgeometrie.

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2. Erstes Armierungselement einbetten

Auf die gereinigte und grundierte Dachfläche sowie auf den vorgesehenen Bereich der Rohrwand wird die erste Flüssigabdichtung aufgetragen.

Das vorbereitete Polyestervlies wird anschließend in die noch frische Abdichtung eingelegt:

  • der ungeschnittene Bereich wird an die Rohrwand angepasst,
  • die eingeschnittenen Laschen werden gleichmäßig auf der Dachfläche verteilt,
  • das Vlies wird sorgfältig und möglichst faltenfrei eingebettet,
  • Luftblasen und trockene Vliesbereiche werden vermieden.

Das Polyestervlies muss vollständig mit dem vorgesehenen Abdichtungsmaterial benetzt sein.

👉 Auf diese Weise wird der Übergang zwischen Dachfläche und Rohr gezielt armiert.

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3. Zweites Armierungselement vorbereiten

Für die zusätzliche Armierung wird ein zweites quadratisches Stück Polyestervlies vorbereitet.

In der Mitte wird eine runde Öffnung ausgeschnitten.

In diesem Projekt wurde die Öffnung etwa 1–2 cm kleiner als der Rohrdurchmesser ausgeführt. Dadurch lässt sich das Vlies beim Aufziehen eng an die Rohrgeometrie anpassen.

Die genaue Größe der Öffnung muss an Durchmesser, Form und Material des jeweiligen Dachentlüfters angepasst werden.

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4. Zweites Armierungselement einbetten

Nach dem für das verwendete Abdichtungssystem vorgesehenen Überarbeitungsintervall wird erneut Flüssigabdichtung auf den vorgesehenen Bereich aufgetragen.

Das zweite Polyestervlies wird mit seiner Öffnung über den Dachentlüfter geführt und in die noch frische Abdichtung eingebettet.

Dabei wird das Material:

  • eng an die Rohrwand angepasst,
  • vollflächig auf der Dachfläche eingebettet,
  • falten- und blasenfrei verarbeitet,
  • vollständig mit Abdichtungsmaterial benetzt.

Durch die Kombination der beiden Armierungselemente wird sowohl der vertikale als auch der horizontale Anschlussbereich des Dachentlüfters zusätzlich verstärkt.

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5. Abschließende Abdichtungsschicht

Anschließend wird die vorgesehene weitere Flüssigabdichtung aufgetragen.

Die Polyestervlies-Armierung wird dabei vollständig mit Abdichtungsmaterial überarbeitet, sodass die Vlieslagen und Übergangsbereiche in den Abdichtungsaufbau eingebunden werden.

Schichtdicke, Auftragsmenge und Überarbeitungszeit richten sich nach den Vorgaben des verwendeten Abdichtungssystems.

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Materialempfehlung

Für die Armierung von Dachentlüftern und Durchdringungen können je nach Beanspruchung unterschiedliche Varianten eingesetzt werden:

Polyestervlies 110 g/m² ansehen
Für klassische Detailabdichtungen und Dachdurchdringungen.

Polyestervlies 120 g/m² ansehen
Verstärkte Ausführung für stärker beanspruchte Detailbereiche und genutzte Dachflächen.

Geeignete Rollenbreiten für Dachentlüfter

Für Dachentlüfter und größere Durchdringungen eignet sich besonders:

  • 25 cm – für kleinere Durchdringungen und Anschlussbereiche
  • 35 cm – besonders geeignet für Dachentlüfter, Aeratoren und größere Durchdringungen
  • 50 cm – für größere individuell zugeschnittene Armierungsstücke

Für sehr kleine Details kann auch die 15-cm-Rolle eingesetzt werden.

Zusätzlich steht für größere individuelle Zuschnitte Polyestervlies als Meterware zur Verfügung.

Wichtige Punkte bei dieser Ausführung

✓ gezielte Armierung des Übergangs Rohr ↔ Dachfläche
✓ Anpassung des Vlieses an die dreidimensionale Geometrie
✓ zusätzliche Armierung durch zwei unterschiedlich zugeschnittene Vlieselemente
✓ falten- und blasenfreie Einbettung in die Flüssigabdichtung
✓ Unterstützung der Spannungsverteilung und Rissüberbrückung im Anschlussbereich

Ergebnis

Der Dachentlüfter wird durch zwei aufeinander abgestimmte Polyestervlies-Elemente gezielt in die Flüssigabdichtung eingebunden.

Die Armierung unterstützt die Spannungsverteilung und Rissüberbrückung innerhalb des Abdichtungssystems und ermöglicht eine lokale Sanierung des Durchdringungsbereichs, sofern der vorhandene Untergrund dafür geeignet ist.

➡️ Weitere kritische Detailbereiche wie Innenwinkel, Außenecken, Dachabläufe und Attikaanschlüsse können separat bearbeitet werden.

Dachablauf / Wassereinlauf

Dachablauf am Flachdach gezielt armieren und abdichten

Dachabläufe gehören zu den besonders kritischen Detailbereichen einer Flachdachabdichtung. Hier treffen die horizontale Dachfläche und der nach innen geführte Entwässerungsbereich unmittelbar aufeinander.

Durch Temperaturwechsel, Bewegungen der Dachkonstruktion und die regelmäßige Wasserbelastung können im Übergangsbereich zusätzliche Spannungen entstehen.

Eine gezielte Armierung mit Polyestervlies unterstützt die sichere Einbindung des Dachablaufs in die Flüssigabdichtung und die Spannungsverteilung innerhalb des Abdichtungssystems.

Vorgehensweise Schritt für Schritt

1. Erstes Armierungselement vorbereiten

Für die erste Armierung wird ein quadratisches Stück Polyestervlies zugeschnitten.

Die Größe richtet sich nach dem Durchmesser des Dachablaufs und der gewünschten Armierungszone.

In der hier gezeigten Ausführung werden von einer Seite des Vliesstücks 6–8 Einschnitte bis etwa zur halben Länge ausgeführt.

Dadurch kann:

  • der ungeschnittene Bereich an die Innenwand des Dachablaufs angelegt werden,
  • der eingeschnittene Bereich auf der horizontalen Dachfläche verteilt werden,
  • das Vlies möglichst falten- und spannungsarm an die Geometrie des Ablaufs angepasst werden.

Die genaue Anzahl und Länge der Einschnitte richtet sich nach Größe und Form des jeweiligen Dachablaufs.

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2. Erste Flüssigabdichtung auftragen und erstes Vlies einbetten

Auf die gereinigte und grundierte Oberfläche wird die erste Flüssigabdichtung aufgetragen:

  • auf die Dachfläche rund um den Dachablauf,
  • sowie auf den vorgesehenen Bereich der Innenwand des Ablaufs.

In diesem Projekt wurde die Flüssigabdichtung auf der Dachfläche etwas über den späteren Vliesbereich hinaus aufgetragen.

Das vorbereitete Polyestervlies wird in die noch frische Abdichtung eingelegt:

  • der ungeschnittene Bereich wird an die Innenwand des Dachablaufs angepasst,
  • die einzelnen Laschen werden gleichmäßig auf der Dachfläche verteilt,
  • das Vlies wird vollständig und möglichst falten- sowie blasenfrei eingebettet.

Trockene Vliesbereiche und Hohlstellen sollten vermieden werden.

👉 Dadurch wird der Übergang von der horizontalen Dachfläche in den Dachablauf gezielt armiert.

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3. Zweites Armierungselement vorbereiten

Für die zusätzliche Armierung wird ein zweites quadratisches Stück Polyestervlies in vergleichbarer Größe vorbereitet.

Vom Zentrum des Vliesstücks werden in der hier gezeigten Ausführung 8–9 radiale Einschnitte gesetzt.

Die Länge der Einschnitte wird an den Radius bzw. die Geometrie des Dachablaufs angepasst.

So können die entstehenden Laschen später in den Ablauf hineingeführt werden, während der äußere Vliesbereich auf der Dachfläche verbleibt.

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4. Zweites Armierungselement einbetten

Nach dem für das verwendete Abdichtungssystem vorgesehenen Überarbeitungsintervall wird erneut Flüssigabdichtung auf den vorgesehenen Bereich aufgetragen.

Das zweite Polyestervlies wird anschließend in die frische Abdichtung eingebettet:

  • die radial eingeschnittenen Laschen werden in den Dachablauf geführt und an die Innenwand angepasst,
  • der äußere Vliesbereich verbleibt auf der horizontalen Dachfläche,
  • die zweite Vlieslage überdeckt Bereiche der ersten Armierung.

Das Vlies wird vollständig mit Abdichtungsmaterial benetzt und sorgfältig eingebettet.

Durch die Kombination beider Vlieselemente werden sowohl die Dachfläche als auch der Übergang in den Ablauf zusätzlich armiert.

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5. Abschließende Abdichtungsschicht

Nach dem Einbetten der zweiten Vlieslage wird die vorgesehene weitere Flüssigabdichtung aufgetragen.

Beide Polyestervlies-Lagen und die Übergangsbereiche werden dabei vollständig mit Abdichtungsmaterial überarbeitet.

Schichtdicke, Auftragsmenge und Überarbeitungszeit richten sich nach den Vorgaben des verwendeten Abdichtungssystems.

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Hinweis zur Materialwahl

Für Dachabläufe können je nach Beanspruchung unterschiedliche Polyestervliese verwendet werden:

Geeignete Rollenbreiten für Dachabläufe

Für Dachabläufe und größere Entwässerungsdetails eignen sich insbesondere:

  • 25 cm – für kleinere Abläufe und Anschlussbereiche
  • 35 cm – besonders geeignet für Dachabläufe, Gullys und vergleichbare Detailbereiche
  • 50 cm – für größere individuell zugeschnittene Armierungsstücke

Für kleinere Details kann auch die 15-cm-Rolle verwendet werden.

Zusätzlich steht Polyestervlies als Meterware für größere individuelle Zuschnitte zur Verfügung.

Vorteile dieser Ausführung

✓ gezielte Armierung des Übergangs Dachfläche ↔ Dachablauf
✓ Anpassung des Vlieses an die dreidimensionale Geometrie
✓ zusätzliche Armierung durch zwei unterschiedlich zugeschnittene Vlieslagen
✓ Überdeckung der Armierungsbereiche auf horizontaler und vertikaler Fläche
✓ vollständige Einbindung in die Flüssigabdichtung

Ergebnis

Der Dachablauf wird durch zwei aufeinander abgestimmte Polyestervlies-Elemente gezielt in das Abdichtungssystem eingebunden.

Die Armierung unterstützt die Spannungsverteilung und Rissüberbrückung im Übergangsbereich und ermöglicht eine lokale Instandsetzung, sofern der vorhandene Untergrund dafür geeignet ist.

➡️ Weitere Detailbereiche wie Innenwinkel, Außenecken, Dachentlüfter und Attikaanschlüsse können separat bearbeitet werden.

Attika / Parapet

Attikaanschluss zwischen vertikaler und horizontaler Dachfläche abdichten

Der Übergang zwischen Attika und horizontaler Dachfläche gehört zu den wichtigen Anschlussbereichen einer Flachdachabdichtung.

An diesem Übergang können durch Temperaturwechsel, Bewegungen des Dachaufbaus und unterschiedliche Belastungen der horizontalen und vertikalen Flächen Spannungen entstehen.

In der hier gezeigten Ausführung wurden die Innen- und Außenecken zunächst separat armiert. Anschließend wird der lineare Attikaanschluss mit Polyestervlies in die Flüssigabdichtung eingebunden.

Prinzip der Armierung

Nachdem die Eckbereiche vorbereitet sind, kann der gerade Übergang zwischen Attika und Dachfläche mit einem durchgehenden Streifen Polyestervlies armiert werden.

Das Vlies wird dabei über den Übergang von der vertikalen Attikafläche auf die horizontale Dachfläche geführt und vollständig in die noch frische Flüssigabdichtung eingebettet.

Im geraden Anschlussbereich sind dadurch keine zusätzlichen Einschnitte in das Vlies erforderlich.

An den Übergängen zu bereits ausgeführten Eckarmierungen wird das Polyestervlies so angeschlossen, dass eine durchgehende Armierungszone entsteht.

Vorgehensweise Schritt für Schritt

1. Untergrund vorbereiten

Die Anschlussflächen werden gründlich gereinigt und für das verwendete Abdichtungssystem vorbereitet.

Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Anschließend wird die geeignete Grundierung gemäß den Vorgaben des jeweiligen Abdichtungssystems aufgetragen.

2. Erste Flüssigabdichtung auftragen

Die erste Flüssigabdichtung wird auf die vorgesehene Anschlusszone aufgetragen.

In diesem Projekt wurde der Bereich etwa 15 cm auf der vertikalen Attikafläche und 15 cm auf der horizontalen Dachfläche ausgeführt.

Die tatsächliche Breite der Anschlusszone richtet sich nach Detailgeometrie und Vorgaben des verwendeten Abdichtungssystems.

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3. Polyestervlies einbetten

Das passend zugeschnittene Polyestervlies wird in die noch frische Flüssigabdichtung eingelegt und über den Übergang von der vertikalen auf die horizontale Fläche geführt.

Dabei wird das Vlies:

  • falten- und möglichst spannungsfrei ausgerichtet,
  • vollständig in die Flüssigabdichtung eingebettet,
  • sorgfältig an den Untergrund angepasst,
  • frei von Luftblasen und trockenen Bereichen verarbeitet.

An den Übergängen zu den bereits vorbereiteten Innen- und Außenecken wird das Vlies ausreichend auf die vorhandene Armierung geführt.

In diesem Projekt wurde hierfür eine Überdeckung von etwa 5–10 cm ausgeführt. Die erforderliche Überlappung richtet sich nach dem verwendeten Abdichtungssystem.

4. Weitere Abdichtungsschicht auftragen

Nach dem für das verwendete System vorgesehenen Überarbeitungsintervall wird die weitere Flüssigabdichtung aufgetragen.

Das Polyestervlies wird dabei vollständig mit Abdichtungsmaterial überarbeitet und in den gesamten Anschlussaufbau eingebunden.

Schichtdicke, Auftragsmenge und Trocknungs- bzw. Überarbeitungszeiten richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Abdichtungssystems.

Materialempfehlung

Für Attikaanschlüsse können je nach Beanspruchung unterschiedliche Polyestervliese eingesetzt werden:

Geeignete Rollenbreiten für Attikaanschlüsse

Für lineare Attikaanschlüsse eignen sich insbesondere:

  • 25 cm – für schmalere Anschlusszonen
  • 35 cm – für breitere Attika- und Randanschlüsse
  • 50 cm – für größere Anschluss- und Übergangsbereiche

Die 15-cm-Rolle eignet sich eher für kleinere Details, Ecken und schmale Anschlussbereiche.

Zusätzlich steht Polyestervlies als Meterware für größere individuelle Zuschnitte zur Verfügung.

Vorteile dieser Ausführung

✓ durchgehende Armierung des Übergangs zwischen Attika und Dachfläche
✓ keine zusätzlichen Einschnitte im geraden Anschlussbereich erforderlich
✓ Verbindung mit den bereits armierten Eckbereichen
✓ falten- und spannungsarme Einbettung möglich
✓ vollständige Integration in die Flüssigabdichtung

Ergebnis

Der Attikaanschluss wird als zusammenhängender Übergang zwischen vertikaler und horizontaler Fläche in das Abdichtungssystem eingebunden.

Das Polyestervlies unterstützt dabei die Armierung, Spannungsverteilung und Rissüberbrückung innerhalb des Anschlussbereichs.

In der hier gezeigten Ausführung erfolgt die lineare Attikaarmierung nach der separaten Vorbereitung der Innen– und Außenecken.

Die passende Lösung für kritische Detailbereiche

Kritische Bereiche einer Flachdachabdichtung befinden sich häufig an Ecken, Anschlüssen, Durchdringungen und Entwässerungspunkten.

Mit passend zugeschnittenem Polyestervlies können solche Bereiche gezielt in eine Flüssigabdichtung eingebunden und zusätzlich armiert werden.

  1. Polyester-Geotextil 110 g/m² – Für klassische Detailabdichtungen, Ecken und Anschlüsse.
  2. Polyester-Geotextil 120 g/m² – Verstärkte Ausführung für stärker beanspruchte Detailbereiche und genutzte Dachflächen.

Durch die verschiedenen Rollenbreiten lässt sich das Polyestervlies passend zum jeweiligen Detailbereich auswählen.

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